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Vowi-Fußball-Tippspiel 2005/06

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05. Februar 2006

Flucht und Gewalt jetzt auch in Bockenheim?

Plötzlich tauchen, wie gehetzte Tiere, drei 13-14jährige in der Vowi auf. Sie sind auf der Flucht. An der Bockenheimer Warte werden gerade, so ihre Aussage, Kumpels von Größeren zusammengeschlagen und ausgeraubt. Auf die Frage, ob die Polizei hier weiterhelfen könnte, winken die drei ab. Wenn ihre Eltern, dass mitbekommen würden, dann gäbe es noch größeren Ärger. Außerdem würden die Großen sie wiedererkennen - eben irgendwann später. Draußen vor der Kneipe huschen wirklich mehrere Große (15-16jährige) vorbei. Die drei auf der Flucht sich befindlichen, verstecken sich im hinteren Teil der Vowi und telefonieren hektisch mit ihren Handys. Schließlich getarnt durch das Reinrollen der Mülltonne, checkt die 400,-Euro-Kraft aus Thüringen die Lage vor der Vowi. Keiner da. Die drei Jungs werden noch ein paar Meter in Richtung Kiesstraße begleitet, denn dort wohnt einer von ihnen und damit sind sie in Sicherheit. Unterwegs geht ein Fenster auf. Die Mutter, eines Flüchtenden mahnt ihn endliche die dickere Jacke anzuziehen. Es sei schließlich kalt.


Nur wenige Gäste werden, wenn sie viel getrunken haben, aggressiv. Die meisten schlafen am Tresen, auf dem Sofa oder am Tisch (selten auch beim Bier-Sch... auf dem Klo) friedlich ein, lallen noch ein wenig und versuchen auszudrücken, dass sie ein Taxi brauchen. Die Betrunkenen aggressiven dagegen suchen Streit. Eigentlich egal mit wem. Hier ein Beispiel:
(Weit nach Mitternacht. Zwei Gäste (angetrunken bis besoffen) sitzen am Tresen. Ein dritter ist ebenfalls am Tresen, hört betrunken Walkmann und singt ab und zu mit. Gleich wird zugemacht. Die Stühle sind oben. Die Musik ist aus. Die beiden am Tresen unterhalten sich. Dabei wiederholen sie sich seit Minuten, was ein Zeichen für den Grad des Alkoholkonsums ist. Es entspinnt sich folgender Dialog zwischen dem Aggressiven und der 400,- Euro-Kraft diesmal aus Brandenburg.)
Warum Musik leiser. Nichts mehr los.
Ist ja auch schon spät. Jetzt wird zugemacht.
Wieso zugemacht. Du hast Gäste. Gib zwei Weizen.
Ihr habt doch noch eure Gläser halb voll.
Du bist ein schlechter Wirt. Die andere Person, die noch arbeitet hier ist besser. Ich will Maithai trinken, kannst Du das?
Nein.
Du bist Scheiße!
Nein.
Du bist Kotze, du hast keine Ahnung.
Dafür weißt Du nicht, was Negative Dialektik ist?
(Ein verwirrter Blick ist die Antwort, was sich nuschelnd so verbalisiert:)
Wenn Du Eier hast, dann gibts Du es zu, dass du Scheiße bist, dass du Kotze bist. Gib es zu los...Was bist Du denn?
Wegen mir. Wenn du so denkst. Aber du hast angefangen. Und vergiß nicht, ich bin hier in der Kneipe jetzt zu diesem Zeitpunkt G o t t.
Was willst Du? Du bist Scheiße! Ich habe keine Angst vor Gott und dem Teufel.
(Die 400,- Euro Kraft bewegt sich dienstlich (ernsthaft) am Tresen. Der Aggro-Mann denkt, dass der Kampf jetzt mit den Fäusten ausgefochten wird. Er legt seine Tasche ab und zieht seine Jacke wieder aus, denn eigentlich will er längst losgehen. Draußen wartet das Taxi.)
(Die 400,- Euro atmet tief durch und sagt:)
Du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Ich habe auch keine Angst vor Dir.
(So geht es noch ein wenig hin und her. Bis schließlich der Aggro-Mann mit den Worten, dass man sich im Leben -vielleicht auch in der Vowi- immer zweimal sieht, geht.)

PS: Der Aggro-Mann soll nüchtern ein lieber Kerl sein.

IM Vowi