Volkswirtschaft / Neuigkeiten


   

Ulan Bator

Vowi-Tippspiel Saison 2001/02



Neuigkeiten:
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17.03.2002
2. Whisky-Probe
31.03.2002
07.04.2002
14.04.2002
21.04.2002

Sonntag, 28.4.2002



Letzte Woche war ich weit weg - im Gallus: zwischen dem Galluspark und Mainzer Landstraße, Frankenallee und dem DB-Hauptsitz (oder so). Ich mußte auf meinen Mac warten, der dort zur Reparatur- und noch nicht fertig war.
Entlang der Mainzer Ldstr. befindet sich ein Autohändler neben dem anderen. Die ursprünglich als Gärten gedachten Vorplätze an den Häusern sind dementsprechend zugeparkt mit E- und S-Klassen. Ansonsten fand ich Sonnenstudios, Lohnsteuerhilfen-Büros, Lebensmittel-Großhandelsgeschäfte, Kneipen mit südosteuropäischem Charme und komischerweise einen HL-Markt, der ja eigentlich nicht das billigste Flaschenbier in seinem Angebot hat. In Richtung Süden gibt es noch einen richtigen metallverarbeitenden Betrieb, der wohl schon länger exsistiert, wie man unschwer am Namen erkennen konnte (Mitteldeutsche Sowieso GmbH) und den Galluspark, der als Wohn- und Firmenpark geplant wurde. Ein paar Firmen sind wohl auch dort. Ich sah den Kindern zu, die zwischen den Neubauten den Ball hin und her kickten und immer wieder mit voller Wucht auf die Glasscheiben zielten. Die weiß gestrichenen Häuserwände sind ideal, um etwas drauf zu kritzeln. Das Antigraffiti-Programm unserer Stadt ist bis dahin noch nicht gekommen.
Schließlich lief ich zur Frankenallee, um mir an einem Wasserhäuschen etwas zu kaufen. Die Schnapsjungs in der Parkanlage daneben hatten schon zu Mittag viel Spaß. Die älteren Schulkinder, deren Frisuren entweder aus Wet-Gel oder bei den Mädchen aus viel Spülung bestehen, liefen nach Hause. Am Kiosk angelangt, hörte ich ein mir fremd klingendes Insrument mit einem melancholischen, fast weinerlichen Ton. Es war wohl eine türkische Saß(z?). Aber da auf einmal erkannte ich, was der Mann im Wasserhäuschen spielte. Es waren die berühmten Anfangsakkorde von "Rauch auf dem Wasser", die mit G losgehen, und die von einem brennenden Studio in Montreux erzählen, und die man auf seinem Händy heutzutage als Klingeltöne einstellen kann.
Im tiefsten Gallus spürte ich den multikulturellen Atem der Globalisierung.

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