Volkswirtschaft / Neuigkeiten


   

Vowi-Fußball-Tippspiel 2006/07



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06.08.06
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20. August 2006

Arena in der Volkswirtschaft
Aus Liebe zum Telefonieren
Erzählung in mehreren Telefonschleifen



Telefonierende Personen:
der Wirt einer kleinen Kneipe in Frankfurt am Main,
Telefonmensch von Arena/Gastronomie (01805/611600),
Telefonmensch von Arena /Privatkunden (0180/5522),
Telefomensch von iesy Hessen (0180/3888833),
Telefonmensch von ish NRW (01805/050020),
Herr Hensel von Arena/Gastronomie/Kundenwerbung (keine Nummer auf Display),
Frau Kraft, eine von fünfzehn Telefonmenschen von Arena/Kunden Service Center Dortmund, und ihre Gruppenleiterin Frau Kröger (0180/5611600)
und andere Telefonmenschen bei den genannten Firmen, die übrigens alle zu einer großen Firma mit Namen U n i t y M e d i a gehören

Wer kein Bock hat, sich wieder soviel durchzulesen, für den geht es zusammengefasst um Folgendes:
Nach ganz vielen verwirrten Telefonaten um Arena zu bestellen, muss der Wirt einer kleinen Frankfurter Kneipe vor Arena, die nichts auf die Reihe kriegen, zu Kreuze kriechen, um die Fußball-Bundesliga zu zeigen.


Während der WM wurde es offiziell, dass der Sender Arena für drei Jahre die Fußballbundesliga im Bezahlfernsehen überträgt. Der Wirt einer kleinen Kneipe im Frankfurter Ex-Studentenviertel ließ sich über iesy Hessen, den Kabelnetzbetreiber, die Nummer der neuen Firma Arena geben. Er vermerkte sein Interesse für einen Vertrag mit Arena zur neuen Saison. Man versprach ihm, dass er in wenigen Tagen alle weiteren Unterlagen bekommen würde. Die Zeit verging. Leider gab es keine weiteren Unterlagen. Schließlich rief er wieder bei Arena an. Dort hatte man keinen Zugriff auf die Datenbank mit den Interessenten, was aber kein Problem sei, denn der Wirt könne sich einfach via der Arena-Internet-Seite neu eintragen. Dann würde er bald alles Nötige per Post erhalten. Wieder verging die Zeit. Wieder rief er bei Arena an. Man ersuchte nach Geduld. Schließlich, eine Woche vor dem Bundesligastart, erhielt der Wirt endlich einen Brief von Arena, der ihm die Möglichkeit gab, entweder per Fax oder per Telefon einen Auftrag für die Bundesliga aufzugeben. Am Telefon sagte man dem Wirt, dass eine Auftragserteilung am schnellsten per Internet gehen würde, was der Wirt nach der Arbeit erledigen wollte. Da rief ihn Herr Hensel von Arena/Gastronomie/Kundenwerbung an. Er versprach, schnell alles Nötige in die Wege zu leiten. Er nahm nun zum dritten Mal alle Daten der kleinen Kneipe in Frankfurt auf. Zum Schluss sollte der Wirt auf einen weiteren Anruf von ihm warten. Dabei sollte der Wirt eine Telefonnummer bekommen, wo er alle technischen Details abklären kšnne. Wenige Tage Tage später rief man den Wirt auch an und gab ihm eine Telefonnummer. Der Wirt meldete sich dort, und es erfolgte ein zweistündiges Hin- und Her-Telefonieren zwischen dem Wirt und folgenden vier Abteilungen bzw. Tochterunternehmen von Unity Media: Arena/Gastronomie, Arena/Privatkunden, iesy Hessen und ish NRW. Keiner konnte helfen. Keiner wusste mit dem Wunsch nach technischen Einzelheiten, wie zum Beispiel der Smardcard für das Arena-Empfangsgerät, etwas anzufangen. Vielmehr wurde der Wirt von einer Telefonnummer zur nächsten "geschickt": zu dem, wo er gerade angerufen hatte und umgekehrt. Immer wieder landete er dabei in Telefonschleifen. Man verstand ihn plötzlich an der anderen Leitung nicht und war letztendlich selbst verblüfft über das Problem. Es erinnerte ein wenig an die Szene von Asterix in Rom, wo er in einen bürokratischen Apparat hineingeriet, der sich selbst ad absurdum führt. Schließlich gab es der Wirt auf. Hier war jemand vollkommen überfordert. Die letze Hoffnung war, dass man ihm zweimal versprach, sich wieder bei ihm zu melden. Einmal am selben Tag oder am nächsten, was die betreffende Person nicht tat und zum anderen bis zum Ende der Woche, was dann am Samstagabend gegen 22.00 Uhr in Person von Frau Kraft auch wirklich geschah. Zwischendurch aber kaufte sich der Wirt in einem Kaufhaus ein Arena-Abo für sich selbst als Privatkunde und konnte so am Samstag mit vielen zahlenden Gästen das Unentschieden seines Lieblingsvereines als ganzes Spiel sehen. Am gleichen Abend nun rief ihn Frau Kraft von Arena/Kunden Service Center Dortmund an und fragte nach, ob denn alles in Ordnung sei usw. bzw., ob sie den Vertrag zwischen dem Wirt und Arena fortführen soll. Der Wirt war verdutzt. Nach diesem ganzen Hin und Her und nachdem er immer noch nicht offiziell die Möglichkeit hatte, in seiner Kneipe das Kneipen-Arena-Abo zu zeigen mangels Smardcart, stellte man ihm diese Frage... Frau Kraft machte ihm klar, dass, weil der Wirt in seiner Kneipe ein Privat-Arena-Abo hätte, sie dies ihrer Gruppenleiterin Frau Kröger melden würde. Wenn es wie auch immer geartete Probleme gegeben hätte, würde ihr dies leid tun, aber einen Preisnachlass könne sie für den theoretisch ausgefallenen ersten Spieltag nicht gewähren. Dieser lief ja als Konfernz auch auf einem freiempfangbaren Sender als einmalige Ausnahme. Arena würde in ein paar Tagen als kleines Dankeschön ein Paket verschicken mit Kugelschreiber und mit einer Außenleuchtreklame. Der Wirt solle sich entscheiden, ob er das Kneipen-Arena-Abo haben wolle oder nicht. Die immer noch nicht vorhandene Smardcard müßte er sich telefonisch bei iesy bestellen, dort könne er auch nach einem Preisnachlass fragen. Leider musste der Wirt feststellen, dass iesy außer bei technischen Problemen nur wochentags zu erreichen ist. Wenigstens würde das Privat-Arena-Abo in ein Kneipen-Arena-Abo umgewandelt und er könne sicher sein, dass dieser rein technische Vorgang bis zum nächsten Spieltag erledigt werden würde. Der Wirt blieb sachlich, obwohl - so fand er - er allen Grund gehabt hätte, mehrere Weinkrämpfe, gemischt mit Wutanfällen im Telefonat mit Frau Kraft zu bekommen. Frau Kraft wiederum blieb ebenfalls sehr ruhig, war aber auch einmal bereit, das Telefonat zu beenden. Doch der Wirt ließ es sich nicht nehmen, ihr eindringlich seine Geschichte darzulegen. Seinen Wünschen, vor allem nach einer finanziellen Entschädigung, aber entsprach Frau Kraft nicht. (Der Wirt hatte die kleine Hoffnung auf folgende Tröstungen: Entschuldigung: "Lieber Wirt auch wenn du nur eine kleine Kneipe hast. Ja wir haben Mist gebaut. Natürlich kommen wir dir entgegen. Du bekommst vielleicht ein Arena-Empfangsgerät mit eingebauter Festplatte oder einen Rabatt in Höhe von drei Monats-Abo-Zahlungen oder wir laden dich zur Arena-Konferenz mit Oliver Weltke ein, wenn er in Frankfurt weilt usw...") Was soll da ein Wirt einer kleinen Frankfurter Kneipe machen? Der Wirt bat Frau Kraft im dem Dreiundzwanzig-Minütigen-Telefonat, seine gesamten Erfahrungen ihrer Gruppenleiteren Frau Kröger mitzuteilen. Außerdem bat er mich, seine Geschichte auf dieser Seite der Welt zugänglich zu machen, und er will sie auch dem Kicker, der FAZ, der FR, der DFL und Arena zukommen lassen. Arena bewirbt sich mit dem Spruch aus Liebe zum Spiel.
Für den Wirt der kleinen Frankfurter Kneipe war es bisher nur ein
Scheißspiel!


IM Vowi